Als Unternehmer ist Zeit Geld. Und Sie können es sich nicht leisten, auf Versuch und Irrtum zu setzen, um Ihre Designs zu optimieren und Ihre Produkte auf den Markt zu bringen.
Was also tun? Zuerst die Theorie beherrschen, dann in die Praxis umsetzen. So lassen sich häufige Fehler beim Sublimationsdruck vermeiden, Zeit sparen und der Gewinn steigern.
In diesem Blog erfahren Sie alles Wichtige zur Verwendung eines Sublimationsdruckers – von Anfang bis Ende. Außerdem finden Sie am Ende einige nützliche Tipps und Tricks für den Einstieg.
Unverzichtbare Ausrüstung und Materialien, die Sie benötigen
Ein Sublimationsdrucker ist natürlich eine der wichtigsten Komponenten Ihrer Sublimationsausrüstung. Sie benötigen aber auch noch einige weitere Materialien für den Sublimationsdruckprozess.
Was ist ein Sublimationsdrucker?
A Sublimationsdrucker Ein Sublimationsdrucker ist eine Spezialdruckmaschine, die für Sublimationsprojekte entwickelt oder modifiziert wurde. Diese Drucker verwenden sublimationsspezifische Farbstoffe und ein spezielles Sublimationspapier.
Es gibt Sublimationsdrucker in verschiedenen Größen. Vom kompakten Modell für Startups bis zum großen Industriedrucker ist alles erhältlich. Sie unterscheiden sich in Ausstattung, Druckbreite und Druckgeschwindigkeit.
Weitere benötigte Materialien
Neben dem Drucker werden auch Druckmaterialien benötigt. Lassen Sie uns diese im Detail betrachten.
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Sublimationspapier
Sublimationspapier ist ein spezielles, polymerbeschichtetes Transferpapier. Es ist so konzipiert, dass es die Sublimationstinte auf seiner Oberfläche hält. Deshalb bleibt die Tinte, anders als bei normalem Kopierpapier, bis zum Heißpressen fest auf dem Papier.
Das Transferpapier ist in verschiedenen Grammaturen und Qualitäten erhältlich. Wählen Sie einfach ein hochwertiges Papier, das Ihren Designanforderungen entspricht.
- Sublimationstinte
Sublimationstinte ist eine farbstoffbasierte Tinte, die speziell für Sublimationsprojekte entwickelt wurde. Sie unterscheidet sich von herkömmlicher Tinte. Für optimale Ergebnisse müssen Sie hochwertige Tinten verwenden.
- Transferpresse
Eine Transferpresse ist unverzichtbar. Sie erfüllt zwei wichtige Funktionen: Sie erhitzt das Transferpapier und sorgt für gleichmäßigen Druck. Durch die Hitze sublimiert die Tinte und überträgt das Motiv auf den Bedruckstoff. Zudem übt sie einen konstanten, gleichmäßigen Druck auf das gesamte Material aus. Dadurch werden gestochen scharfe und klare Designs gewährleistet.
Die meisten Sublimationsprojekte lassen sich mit einer flachen Transferpresse realisieren. Für die individuelle Gestaltung von Spezialprodukten wie Bechern und Tassen benötigen Sie jedoch möglicherweise eine spezielle Transferpresse.
- Hitzebeständiges Klebeband
Das Aufkleben des Designs auf den Untergrund hilft dabei, dass das Transferpapier beim Durchlauf durch die Heizpresse an Ort und Stelle bleibt. Für diesen Vorgang benötigen Sie hitzebeständiges Klebeband.
- Sublimationsrohlinge
Sublimationsdruck erzielt die besten Ergebnisse auf 100%-Polyestergewebe. Ihre Sublimationsrohlinge müssen daher einen hohen Polymeranteil aufweisen oder mit Polymer beschichtet sein, um dauerhafte Ergebnisse zu erzielen, die nicht verblassen oder sich auswaschen.
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Fusselrolle
Eine Fusselrolle hilft, alle störenden Verunreinigungen zu entfernen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Rohling sauber und bereit für einen perfekten, fehlerfreien Druck ist.
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Schutzpapier
Schutzpapier fängt überschüssige Tinte, Farbausblutungen und Feuchtigkeit auf. Es wird auch als Ausblaspapier bezeichnet und ober- und unterhalb des Bedruckstoffs platziert.
So skalieren Sie Ihre Designs für die Sublimation
Durch Anpassen der Größe stellen Sie sicher, dass Ihr Design in den begrenzten Druckbereich passt. So passen Sie die Größe in verschiedenen Designprogrammen an:
Cricut Design Space
Es handelt sich um eine der besten kostenlosen und benutzerfreundlichen Softwarelösungen. Hier können Sie Ihre Designs erstellen und bearbeiten und anschließend zum Drucken senden. Das Beste daran: Sie können die Cricut-Designbearbeitungssoftware auch dann nutzen, wenn Sie keine Cricut-Maschine verwenden. Wählen Sie dazu einfach in den Maschineneinstellungen „Maker“ oder „Explore“ aus. Folgen Sie den unten stehenden Anweisungen, um zu erfahren, wie Sie die Größe Ihres Designs anpassen:
- Wählen Sie das Designbild aus. Es wird ein Begrenzungsrahmen angezeigt.
- Ändern Sie die Größe des Begrenzungsrahmens, indem Sie eine seiner Ecken anklicken.
- Achten Sie darauf, die Proportionen des Designs in der oberen Symbolleiste zu fixieren.
Sie können die richtige Größe auch direkt in die Spalte „Größe“ in der Symbolleiste eingeben.
Es besticht durch seine benutzerfreundliche Oberfläche, die das Erlernen erleichtert, insbesondere für technisch weniger versierte Anwender. Trotz aller Vorteile berichten professionelle Druckereien jedoch weiterhin von Problemen mit der Cricut-Software. Die Größenbeschränkungen stellen das gravierendste Problem dar. Darüber hinaus unterstützt die Software keine ICC-Profile. Dies kann die Farbgenauigkeit der Ausdrucke beeinträchtigen.
Canvas
Canva zählt zu den günstigsten Design- und Bearbeitungsprogrammen für professionelle Sublimationsdrucker. So können Sie ein Design mit Canva skalieren:
- Erstelle ein neues Design.
- Wählen Sie eine individuelle Größe.
- Geben Sie die gewünschten Abmessungen ein.
- Laden Sie das Designbild hoch.
- Klicken Sie auf das Bild, um den Begrenzungsrahmen anzuzeigen.
- Ziehen Sie eine Ecke des Begrenzungsrahmens, um die Bildgröße anzupassen. Die Abmessungen können Sie in dem kleinen schwarzen Feld ablesen, das beim Ziehen des Begrenzungsrahmens erscheint.
Die Software ist leicht zu erlernen, auch für Anfänger. Die meisten Funktionen sind kostenlos, es gibt aber auch eine kostenpflichtige Version. Allerdings hat sie eine niedrigere Standardauflösung. Canva bietet standardmäßig eine Auflösung von 96 DPI.
Adobe Photoshop
Adobe ist eines der leistungsstärksten und professionellsten Designprogramme auf dem Markt. Es ist zwar kostenpflichtig, bietet aber viele nützliche Funktionen, mit denen man weit mehr machen kann als nur hochladen, skalieren und drucken.
- Erstellen Sie zuerst die Arbeitsfläche. Gehen Sie zu Datei > Neu. Stellen Sie die Abmessungen auf Ihr Papierformat (z. B. 8,5 x 11 Zoll) und die Auflösung auf 300 Pixel/Zoll ein.
- Importieren Sie das Design. Gehen Sie zu Datei > Eingebettet platzieren, um Ihr Bild als Smartobjekt einzufügen.
- Zum Anpassen der Größe drücken Sie Strg + T (Windows) oder Cmd + T (Mac). Ziehen Sie die Ecken, um den gewünschten Druckbereich anzupassen.
- Gehen Sie nun zu Bearbeiten > Transformieren > Horizontal spiegeln. Das Spiegeln des Bildes ist entscheidend, damit das Design richtig herum übertragen wird.
- Drücken Sie Strg + P, um die Druckereinstellungen aufzurufen. Stellen Sie sicher, dass das Farbmanagement von Photoshop übernommen wird (unter Verwendung Ihres spezifischen ICC-Profils) und die Option “An Seite anpassen” deaktiviert ist.
Die Anschaffung der Software kann für Anfänger teuer sein. Außerdem erfordert sie professionelle Bearbeitungskenntnisse. Wenn Sie also bereits professionell arbeiten, ist Photoshop möglicherweise die richtige Wahl für Sie.
So verwenden Sie einen Sublimationsdrucker – Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Bedienung eines Sublimationsdruckers ist nicht schwierig, aber um konstant hochwertige Ergebnisse zu erzielen, braucht es ein wenig Übung.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie den Sublimationsdrucker richtig verwenden können:
Schritt 1: Das Design vorbereiten
Laden Sie das Design in Ihre Bearbeitungssoftware hoch. Überprüfen Sie die Größe. Passen Sie sie gegebenenfalls an. Falls Ihre Software dies zulässt, können Sie jetzt auch die Farben anpassen. Wählen Sie beim Drucken CMYK statt RGB. Deaktivieren Sie außerdem die Farbkorrektur. Dadurch vermeiden Sie unerwartete Druckfehler.
Schritt 2: Drucken Sie das Design aus
Legen Sie das Transferpapier so hin, dass die bedruckte Seite bzw. die unbedruckte Seite nach vorne zeigt.
Spiegeln Sie die Bilder immer. Beachten Sie jedoch, dass manche Sublimationsdrucker standardmäßig spiegelverkehrt drucken. Wenn Ihr Drucker also standardmäßig spiegelverkehrt druckt, sollten Sie die Spiegelung in der Software deaktivieren. Durch zweimaliges Spiegeln eines Bildes erscheint der Ausdruck spiegelverkehrt.
Schritt 3: Heizen Sie Ihre Presse vor.
Durch das Vorheizen der Transferpresse wird sichergestellt, dass die Heizplatte vor dem Pressvorgang gleichmäßig erhitzt wird. Eine auf die richtige Temperatur vorgeheizte Heizplatte gewährleistet die optimale Aktivierung der Tinte für einen vollständigen Sublimationsdruck. Dies trägt außerdem zu vollfarbigen Drucken und einer gleichbleibenden Druckqualität bei.
Schritt 4: Reinigen Sie Ihren Sublimationsrohling mit einer Fusselrolle.
Fahren Sie anschließend mit einer Fusselrolle über Ihren Sublimationsrohling, um Flusen, Fasern, Staub und Schmutz zu entfernen.
Schritt 5: Suchen Sie Ihr Design und kleben Sie es auf.
Platzieren Sie das Design auf der Vorlage. Achten Sie darauf, es genau an der gewünschten Stelle zu platzieren. Kleben Sie es anschließend mit hitzebeständigem Klebeband fest, um ein Durchscheinen zu verhindern.
Schritt 6: Schutzpapier anbringen
Legen Sie ein Blatt Schutzpapier ober- und unterhalb des Bedruckstoffs. Dies verhindert, dass die Tinte verläuft und die Rückseite des Bedruckstoffs sowie die Druckplatte verfärbt.
Schritt 7: Das Design mit einer Heißpresse aufbringen
Pressen Sie das Motiv nun mit der Heizplatte. Achten Sie auf den richtigen Druck und die richtige Temperatur. Zusätzlicher Druck ist nicht nötig. Das Gewicht der Platte reicht oft aus, um den nötigen Druck für eine vollständige Sublimation und Übertragung zu gewährleisten.
Schritt 8: Papier abziehen
Öffnen Sie die Transferpresse und lassen Sie das Motiv einige Sekunden abkühlen. Dadurch kann sich die Tinte etwas setzen und ein Durchscheinen wird verhindert. Entfernen Sie anschließend das Papier und das Klebeband und ziehen Sie das Transferpapier ab. Fertig!
Tipps für ein erfolgreiches Sublimationsprojekt
Hier sind einige praxiserprobte Tipps, die Ihnen helfen, häufige Fehler beim Sublimationsdruck zu vermeiden und Ihre Designs von Anfang an richtig zu gestalten.
- Achten Sie stets darauf, dass der Ausdruck spiegelverkehrt ist.
- Verwenden Sie hochauflösende Bilder. Die meisten professionellen Druckereien bevorzugen eine Auflösung von >300 DPI.
- Prüfen Sie, ob auf harten Oberflächen wie Metall, Kunststoff oder Acryl Schutzfolien vorhanden sind. Entfernen Sie diese immer vor dem Pressen.
- Stoffe vorbügeln, um Falten und Feuchtigkeit zu entfernen. Mit einer Fusselrolle Staub, Schmutz und kleine Fasern entfernen.
- Beim Heißpressen kommt es je nach Untergrund auf die richtige Menge an Hitze und Druck an. Übertreiben Sie es nicht, da dies zu Verbrennungen, weißen Linien oder matten Farben führen kann.
- Verwenden Sie hochwertige Tinte und Papier. Minderwertige Produkte können zu ungleichmäßigen Ausdrucken führen. Schlechte Tinte kann außerdem Ihren Drucker verstopfen.
Schlussfolgerung
Der richtige Umgang mit einem Sublimationsdrucker ist der erste Schritt zum erfolgreichen Sublimationsdruck. Angesichts des boomenden Marktes für individuelle Sublimationsdrucke erleichtert Ihnen die Beherrschung des Druckers den Start in Ihr eigenes Unternehmen. Mit etwas Übung erstellen Sie im Handumdrehen unzählige brillante Designs wie ein Profi.

